Einzelbeiträge

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_pdf-klKatharina Freres, Pascal Bastian und Mark Schrödter stellen in ihrem Beitrag den internationalen Forschungsstand zu den Bedingungen, Effekten und Prozessen der Urteils- und Entscheidungsfindung im Kinderschutz, sowie zentrale theoretische Modelle zur Erklärung der Befunde systematisch dar. Im Lichte dieser Forschung werden dann die Befunde einer ethnografischen Studie präsentiert, in der untersucht wurde, wie Fachkräfte im Kinderschutz bei Hausbesuchen Urteile bilden und Entscheidungen fällen.

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_pdf-klAusgangspunkt der Überlegungen von Tilman Thaler ist, dass evidenztheoretische Konzeptionen in der Sozialpädagogik eher skeptisch betrachtet werden, aber eine immer stärkere Bedeutung erfahren. Der vorliegende Beitrag ist eine Interpretation der Sozialpädagogik, welche sowohl qualitative wie quantitative Verfahren regelt, ohne dafür einen evidenztheoretischen oder einseitig subjektbezogenen Ansatz zu verfolgen: eine Interpretation im Sinne des Kritizismus beziehungsweise Kritischen Rationalismus von Karl Popper.

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_pdf-klIm Forschungsprojekt »Jenseits des Unterrichts « wurden in einem qualitativ-ethnografischen Zugang außerunterrichtliche Angebote an Ganztagsschulen in den Blick genommen, ohne unmittelbar von professionsbezogenen Annahmen auszugehen. Gunther Graßhoff, Christin Haude, Carolin Bebek, Anna Schütz und Till-Sebastian Idel unternehmen mit Rückgriff auf dieses Forschungsprojekt den Versuch, das Feld genauer zu bestimmen, um einen Beitrag zur empirisch gesättigten Beschreibung ganztagsschulischer Ordnungsbildung zu leisten und daran anschließend den Diskurs zu bereichern beziehungsweise zu irritieren.

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_pdf-klBenedikt Hopmann, Albrecht Rohrmann, Wolfgang Schröer und Ulrike Urban-Stahl plädieren dafür, die Debatte und bisherigen Vorschläge zur Weiterentwicklung der Hilfeplanung zu öffnen und zur Diskussion stellen, welche Themenfelder dabei auch zu berücksichtigen sind. Dabei wird insbesondere Bezug genommen auf die SGB VIIIReformdebatten der vergangenen vier Jahre auf den unterschiedlichen Ebenen in der Fachöffentlichkeit. 

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_pdf-klAktuell ist ein Wiederaufbrechen von Konflikten zwischen Kapital und Arbeit, die durch soziale Rechte und dem darauf ruhenden sozialstaatlichen Arrangement als befriedet galten, zu beobachten. Die Auseinandersetzungen mit sozialen Ungleichheiten und den Entwicklungslinien der kapitalistischen Volkswirtschaften bilden hierfür die zentralen Ausgangspunkte. Wilfried Hosemann untersucht, welche Folgen und Konflikte sich daraus für die Soziale Arbeit als Profession ergeben, da sie ihre politisch und rechtlich verankerte Existenz gerade dem Aufstieg des Sozialstaates verdankt.

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_pdf-klPeter Hammerschmidt, Anne Hans, Melanie Oechler und Uwe Uhlendorff rekonstruieren in ihrer historischen Fallanalyse den Fachdiskurs der Jugendhilfe über die Lage der Heimerziehung und ihre Reformbedürftigkeit. Dabei stützten sie sich im Wesentlichen auf die Auswertung von zeitgenössischen Fachzeitschriften und weiteren Publikationen sowie ergänzende Organisationsinterna, die im Rahmen von Archivstudien erhoben worden sind. 

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_pdf-klBeginnend mit einer Bestandsaufnahme der Sozialpädagogischen Familienhilfe in Österreich, Deutschland und der Schweiz geben Heinz Messmer, Lukas Fellmann, Marina Wetzel und Oliver Käch einen Ausblick auf die internationalen Forschungen resp. Analysen zu den Kinder- und Unterstützungsnetzwerken. Vor diesem Hintergrund werden die Wirkindikatoren den Wirkdimensionen – Beziehungsgestaltung, Professionalität und institutionelle Rahmung – zugeordnet.

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_pdf-klDie Intention des Beitrages von Lisa Dauer und Gitta Scheller ist es, das Feld der niedrigschwelligen Sozialen Arbeit exemplarisch auf seine Geschmackssensibilität hin zu untersuchen, d.h. zu analysieren, inwieweit niedrigschwellige Einrichtungen – beispielsweise die Tagestreffs für Wohnungslose ebenso wie die Einrichtungen der Opferhilfe – am Geschmack der Nutzenden orientiert sind.

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_pdf-klZur Unterstützung der Sozialberatung, therapeutischen Arbeit, und gesellschaftlichen Diskussion und Wissenschaft wird in dem Beitrag von Claudia Hensberg ein System zur Kategorisierung von nicht-einvernehmlichen sexuellen Handlungen bei Erwachsenen entwickelt. Als Grundlage werden Opfererleben und Täterverhalten analysiert und untergliedert. Darauf aufbauend wird eine Kategorien-Matrix erstellt, bei der jede Kategorie sowohl die Opfer- als auch die Täter- Perspektive enthält. 

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_pdf-klVeronika Salzburger, Claudia Strobel-Dümer und Caroline Kaufmann befassen sich in ihrem Beitrag mit den Erwartungen, die jugendliche Care-Leaver an ihr Leben in der Selbstständigkeit haben und wie sie ihre persönliche Zukunft einschätzen. Um sich diesen Fragen zu nähern, werden Ergebnisse aus der »SOS-Längsschnittstudie zur Handlungsbefähigung junger Menschen auf dem Weg in die Eigenständigkeit« präsentiert. 

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_pdf-klAufbauend auf Rosas Resonanztheorie zeigt Michael Wutzler zunächst auf, dass Resonanzbeziehungen alternative Selbst- und Weltverhältnisse beschreiben, erläutert sodann die Begriffe Resonanz und Entfremdung und arbeitet heraus, wie Sorge hinsichtlich der Herausbildung von Resonanzsensibilität gestaltet werden sollte. Resümierend wird aufgezeigt, welche gesellschaftlichen Pflichten sich für Sorgende daraus ergeben. 

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_pdf-klIm Hinblick auf die Prämissen sozialer personenbezogener Dienstleistungserbringung und die Feststellung, dass neben hauptamtlichem Personal, Engagierte zur Erbringung sozialer personenbezogener Dienstleistungen eingebunden werden, stellt sich für Janine Kuhnt die Frage, welche Vorstellungen von Engagement und dessen Potenzial, professionell zu handeln, diejenigen haben, die es in die soziale personenbezogene Dienstleistungserbringung einbinden.

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_pdf-klIm Rahmen des Modellprojekts »OHA – Online Hass Abbauen« wird ein webbasiertes Training zur Prävention von Rechtsextremismus und Gewalt entwickelt und erprobt. Zielgruppe des Angebots sind rechtsextrem orientierte junge Menschen. Zentraler Bestandteil des Trainings ist darüber hinaus die pädagogische Begleitung der Teilnehmenden durch das Projektteam. Daniel Speer, Juliane Reulecke, Dominic Dives, Anne Behrens, Constantin Oestreich und Steffi Zander stellen das Modellprojekt mit seinem theoretischen Hintergrund und konzeptionellen Ansatz vor und geben Einblicke in den Entwicklungsprozess des Online-Trainings.

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_pdf-kl»Massenmigration« und »Flüchtlingsströme« bilden im Parlamentsalltag das Schlüsselthema der AfD, mit dem sie alle übrigen Themenkomplexe in Verbindung zu bringen sucht. Für Christoph Butterwegge drängt sich dabei der Verdacht auf, dass die Beschäftigung damit nur eine Pflichtaufgabe für die Partei wie für ihre Parlamentsfraktionen darstellt, geboren aus der Notwendigkeit, sich der Ängste und Sorgen bestimmter Wählerschichten anzunehmen. 

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_pdf-klDer Beitrag von Simon Sohre bezieht sich auf eine umfassende eigene Untersuchung zu Kritik nach Foucault im Diskurs von Sozialer Arbeit und Erziehungswissenschaft. Das Ziel seiner Ausführungen ist es, erstens die Ergebnisse dieser Untersuchung zu präsentieren und zweitens Stärken und Schwächen der durchgeführten Diskursanalyse in Bezug auf Kritik nach Foucault in den theoriebildenden Diskursen zu diskutieren.

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_pdf-klThomas Wagner und Arnd Götzelmann unternehmen den Versuch, ein Forschungsprogramm hinsichtlich seiner theoretischen und methodologischen Grundannahmen zu umreißen, welches die Perspektive der Erzählung von in der Sozialen Arbeit Tätigen zu ihrem beruflichen Alltag ins Zentrum einer historiografischen Auseinandersetzung mit wohlfahrtsstaatlichen Transformationsprozessen rückt.

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_pdf-klDie »klassischen Methoden« haben eine lange Tradition. Sie sind zwar nicht unumstritten, sind aber aktuell und immer noch in Lehre und Praxis präsent. Wie steht es aber um ihre theoretische Aufarbeitung im Prozess der sich weiterentwickelnden Sozialen Arbeit? Dieser Frage geht Thomas Bek am Beispiel der Gemeinwesenarbeit und vertiefend an einem Aspekt ihrer Humankonzeption nach.

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_pdf-klDie Studie von Matthias Rübner untersucht, welche Beratungsstile sich in der Berufsberatung in der für junge Menschen wichtigen Übergangsphase im Lebenslauf etabliert haben und welche Auswirkungen diese auf zentrale Merkmale des Beratungsgeschehens haben. Methodisch wird eine evaluative qualitative Inhaltsanalyse mit quantitativstatistischen Analysen verknüpft.

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_pdf-klDas Thema Digitalisierung erreicht mit ziemlicher Wucht den Sozialsektor, d.h. die frei-gemeinnützig und gewerblich organisierte Soziale Arbeit gleichermaßen wie die die öffentliche Sozialverwaltung. Zwar wird, mit offenbar steigender Tendenz, auch im Praxisfeld das Thema für wichtig gehalten, doch scheint nur eine Minderheit der im sozialen Sektor Tätigen davon überzeugt, hinreichend für die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen gerüstet zu sein. Vor diesem Hintergrund betrachtet Horst Bossong beispielhaft drei Praxisfelder: die Infrastruktur- resp. Sozialplanung, die Einzelfallhilfe und den Bereich prädiktiver Steuerung.

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_pdf-klDirk Bange analysiert in seinem Beitrag die vorliegenden Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe sowie Studienergebnisse zu Kinderschutzmaßnahmen im Zeitraum zwischen 2005 bis 2016, um die These der Absenkung der Eingriffsschwellen zu überprüfen beziehungsweise Erklärungen für die Zunahme der Schutzmaßnahmen zu finden. Als Ausgangsjahr wurde das Jahr 2005 gewählt, da seinerzeit im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeentwicklungsgesetzes (KICK) der § 8a ins SGB VIII aufgenommen und der Schutzauftrag der Kinder- und Jugendhilfe (KJH) konkretisiert wurde. 

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