Einzelbeiträge

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_pdf-klDas Thema Digitalisierung erreicht mit ziemlicher Wucht den Sozialsektor, d.h. die frei-gemeinnützig und gewerblich organisierte Soziale Arbeit gleichermaßen wie die die öffentliche Sozialverwaltung. Zwar wird, mit offenbar steigender Tendenz, auch im Praxisfeld das Thema für wichtig gehalten, doch scheint nur eine Minderheit der im sozialen Sektor Tätigen davon überzeugt, hinreichend für die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen gerüstet zu sein. Vor diesem Hintergrund betrachtet Horst Bossong beispielhaft drei Praxisfelder: die Infrastruktur- resp. Sozialplanung, die Einzelfallhilfe und den Bereich prädiktiver Steuerung.

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_pdf-klDirk Bange analysiert in seinem Beitrag die vorliegenden Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe sowie Studienergebnisse zu Kinderschutzmaßnahmen im Zeitraum zwischen 2005 bis 2016, um die These der Absenkung der Eingriffsschwellen zu überprüfen beziehungsweise Erklärungen für die Zunahme der Schutzmaßnahmen zu finden. Als Ausgangsjahr wurde das Jahr 2005 gewählt, da seinerzeit im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeentwicklungsgesetzes (KICK) der § 8a ins SGB VIII aufgenommen und der Schutzauftrag der Kinder- und Jugendhilfe (KJH) konkretisiert wurde. 

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_pdf-klDie Re-Politisierung der Sozialen Arbeit erfährt eine zunehmende Akzeptanz, führt allerdings auch zu einer Unschärfe in der empirischen Analyse und theoretischen Argumentation. Stephan Maykus versucht eine exemplarische Klärung dieses komplexen Sachverhaltes, indem politische und sozialpädagogische Theorie in ein Ergänzungsverhältnis gebracht werden und eine Hintergrundfolie für kommunale Sozialpädagogik begründen.

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_pdf-klGundula Barsch und Julia Walta nehmen in ihrem Beitrag die im Zuge der Digitalisierung entstehenden neuen Möglichkeiten des Umgangs mit Informationen und die rasant in den Alltag einziehenden digitalen Techniken in den Blick. Zentrale Frage ist, ob die sich regelmäßig einstellenden Herausforderungen suchtpräventiven Bemühens im Engagement für schlecht beziehungsweise sogar nicht erreichbare Zielgruppen über digitale Medien besser zu bewältigen sind und den Zielgruppen auf diese Weise zu deutlichen Gewinnen an Selbstfürsorge verholfen werden kann.

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_pdf-klUngeachtet der konzeptuellen und normativen Diskussion um politische Aufgaben Sozialer Arbeit fehlen dazu aber bisher empirische Daten und Analysen. Günter Roth und Sonja Ragus stellen deshalb in ihrem Beitrag Ergebnisse einer explorativen Befragung von SozialarbeiterInnen vor zur Frage, wie diese politische Aufgaben in ihrer Praxis wahrnehmen und inwiefern sie sich selbst politisch engagiert, interessiert und kompetent einschätzen. 

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_pdf-klDer Beitrag von Tanja Grendel widmet sich am Beispiel der Auswertung einer Gruppendiskussion mit jugendlichen Geflüchteten der Frage, welche Zuschreibungen Jugendliche als »Flüchtling« in Deutschland erfahren und welche Chancen sie auf gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen. Er beleuchtet sowohl die gesellschaftspolitischen Verhältnisse als auch deren Folgen für Geflüchtete und liefert damit grundlegende Impulse für die Profession der Sozialen Arbeit, deren Wirkbereich in eben jenem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Strukturen und Individuum verortet ist.

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_pdf-klMiriam Meuth fasst Kernannahmen, zentrale theoretische Bezüge sowie das Design einer qualitativen und international vergleichenden Studie zu begleitetem Wohnen – am Beispiel des Jugendwohnens in Deutschland und der Foyers in England – zusammen. Das Ziel dieser grundlegenden erziehungswissenschaftlichen Erkundungen zum Wohnen ist es, begleitetes Wohnen und darin (re)produzierte Bedeutungen von Wohnen aus einer wohntheoretischen Perspektive empirisch zu differenzieren und zu analysieren. Ausgewählte Ergebnisse der Studie werden präsentiert und auf ihre Relevanz für Profession und Disziplin hin diskutiert.

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_pdf-klIn dem qualitativen Forschungsprojekt: »Professionelle Hilfe aus der Sicht von Müttern mit einer psychischen Erkrankung« analysiert Renate Gutmann Fallbeispiele von Müttern mit einer psychischen Erkrankung mithilfe von rekonstruktiven Forschungsmethoden. In der Untersuchung steht die Deutung der Kommunikation mit der professionellen Hilfe aus Sicht der Mütter im Zentrum. Wie nehmen sie die professionelle Hilfe wahr? Welche Erwartungen haben sie? Welche Hilfeprozesse sind für sie förderlich bzw. hinderlich?

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_pdf-klDie EU-Jugendstrategie endet im Dezember 2018. Die Verhandlungen über eine neue Strategie der Europäischen Union ab 2019 haben bereits begonnen und damit wird sich auch die Zusammenarbeit in Deutschland ändern. Stephanie Riedle und Frederike Hofmann-van de Poll legen dar, was der Umsetzungsprozess – und insbesondere die Bund-Länder-Arbeitsgruppe – für die deutsche Kinder- und Jugendhilfe bedeutet haben und ob eine Arbeitsgruppe wie diese dabei helfen kann, sowohl deutsche als auch europäische jugendpolitische Debatten zu bereichern.

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_pdf-klLisa Janotta, Kirsten Sander und Karin Mannewitz untersuchen die Möglichkeiten und Hindernisse professionellen, reflektierenden Handelns von SozialarbeiterInnen, die für Menschen in unsicheren Aufenthaltssituationen arbeiten. Auf Basis der Konzeption professioneller Sozialer Fallarbeit als Kasuistik wird die Fallerzählung einer Sozialarbeiterin analysiert, welche in einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Personen arbeitet. Die Konzeption der Kasuistik dient dabei als Heuristik, mit welcher die nacherzählte Fallarbeit rekonstruiert wird. 

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_pdf-klYvonne Gassmann geht von der Überlegung aus, dass es in der Sozialpädagogik nicht einfach ist, (ein) Gelingen überhaupt auszumachen. Eine Grenzlinie zwischen Gelingen und Scheitern kann in der heterogenen sozialpädagogischen Landschaft weder allgemein und klar noch konsensfähig gezogen werden. Der Beitrag bezieht sich auf einen Teil der Identität Profession Sozialpädagogik und basiert auf einer Innenperspektive: dem Gelingen einer sozialpädagogischen Beziehung. 

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_pdf-klAusgehend von der Darstellung des Projektes »Bedingungen sexualisierter Gewalt in pädagogischen Einrichtungen« werden von Jan Pöter und Martin Wazlawik mögliche Risikomerkmale aus den im Rahmen eines Review-Verfahrens gewonnenen Ergebnissen ausgewählter Aufarbeitungsprozesse vorgestellt, diskutiert und abschließend deren Reichweite sowie Anschlussmöglichkeiten für aktuelle disziplinäre und professionelle Fragestellungen untersucht.

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_pdf-klLisa Janotta richtet den Blick auf ein ganz spezifisches Verhältnis in der Migrationsgesellschaft: nämlich auf die Herausforderungen von Menschen, die in unsicheren Aufenthaltssituationen in Deutschland leben. Gegenstand sind die gesellschaftlichen und aufenthaltsrechtlichen Bedingungen für die Verstetigung des Aufenthalts von Menschen in Deutschland aus sogenannten Drittstaaten. Damit schließt der Beitrag an die lebendige Debatte an, welche in der Verknüpfung migrations- und sozialpädagogischer Überlegungen die Ziele, Funktionen und Bedingungen der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft reflektiert.

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_pdf-klIn ihrer Reflexion der veränderten Bedingungen in der Kindertagesbetreuung stellt Sabine Fischer zwei Ansätze vor, die Lebenswelt thematisieren und das Potenzial besitzen, den Anforderungen an Analyse und Reflexion sozialpädagogischer Praxis zu entsprechen: der »Sinnhafte Aufbau der sozialen Welt« von Alfred Schütz und das Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch. Beide beschäftigen sich mit der Frage von Sinnkonstitution und Sinnstrukturen in der Lebenswelt von Menschen sowie den Herausforderungen, die die Lebenswelt für den Einzelnen mit sich bringt. 

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_pdf-klStefan Zapfel macht es sich zur Aufgabe, zentrale Anwendungsmöglichkeiten der Systemtheorie für Fragen der Inklusion und Exklusion von Menschen mit Behinderung aufzuzeigen. Er gibt einen Überblick über wesentliche Begrifflichkeiten und Annahmen der Systemtheorie, daraus resultierende Implikationen für die soziale Einbindung und Abkopplung von Individuen sowie über mögliche Gründe und Folgen der Exklusion von Menschen mit Behinderung. 

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_pdf-klWie kommt es zu Ökonomisierung? Wie vollzieht sie sich bei genauerem Hinsehen? Und mit welchen Effekten? Zu diesen Fragen stellt Uwe Schimank einige thesenhafte und am Ende sehr spekulativ zugespitzte Überlegungen zur Diskussion. Diese werden mit Beispielen aus den verschiedensten nicht-ökonomischen gesellschaftlichen Sphären illustriert. Das, was diese Beispiele zeigen, lässt sich leicht auch im beruflichen Alltag von Fachkräften in der Sozialen Arbeit wiederfinden.Wie kommt es zu Ökonomisierung? Wie vollzieht sie sich bei genauerem Hinsehen? Und mit welchen Effekten? Zu diesen Fragen stellt Uwe Schimank einige thesenhafte und am Ende sehr spekulativ zugespitzte Überlegungen zur Diskussion. Diese werden mit Beispielen aus den verschiedensten nicht-ökonomischen gesellschaftlichen Sphären illustriert. Das, was diese Beispiele zeigen, lässt sich leicht auch im beruflichen Alltag von Fachkräften in der Sozialen Arbeit wiederfinden.

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_pdf-klAusgangspunkt des in dem Beitrag von Claudia Equit vorgestellten Forschungsprojektes ist die veränderte Dynamik in disziplinären und professionellen Fachdiskursen im Hinblick auf Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in sie betreffenden Angelegenheiten. In der Diskussion steht mittlerweile nicht mehr die Legitimität von Partizipation, sondern die Implementation beteiligungsorientierter Konzeptionen sowie die Koppelung von Beteiligung und Beschwerdemöglichkeiten in den Einrichtungen. 

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_pdf-klSozialpädagogik konstituiert sich durch einen narrativen Entwurf ihres Bezuges auf soziale Realität, so dass eine Analyse der Art und Weise, wie Sozialpädagogik erzählt wird beziehungsweise sich erzählt, Kernprinzipien von Sozialpädagogik als solcher erkennbar werden lässt. Dies wird von Bernd Dollinger näher beleuchtet, indem er zunächst die mit dieser Annäherung genutzten wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen transparent macht und anschließend als zentrale thematische Orientierung sozialpädagogischer Theorie die Relationierung von Kontextbedingungen und Prozessen der Subjektkonstitution beschreibt, analysiert und diskutiert.

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_pdf-klIn seiner analytischen Betrachtung von Orientierungs- und Wissensbeständen von Jugendsozialarbeiter_innen zeigt André Epp auf, wie man sich den praxistheoretischen Erklärungen von Jugendsozialarbeiter_innen annähern kann und welche methodischen Verfahren bisher ausgearbeitet wurden, um diese empirisch zu fassen. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Methodeninstrumentarium wird theoretisch sowie unter Zuhilfenahme eines empirischen Beispiels eine alternative Verfahrensweise angeregt.

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_pdf-kl Manfred Kappeler zeichnet in seinem historischen Rückblick nach, dass von dem NS-Regime im Frühjahr 1933 die Ausgrenzung der jüdischen Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Deutschland durch den Ausschluss der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden aus der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege gleichzeitig in verschiedenen Bereichen und Institutionen betrieben wurde und wie sich die Methoden dabei glichen.

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