Einzelbeiträge

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_pdf-klYvonne Gassmann geht von der Überlegung aus, dass es in der Sozialpädagogik nicht einfach ist, (ein) Gelingen überhaupt auszumachen. Eine Grenzlinie zwischen Gelingen und Scheitern kann in der heterogenen sozialpädagogischen Landschaft weder allgemein und klar noch konsensfähig gezogen werden. Der Beitrag bezieht sich auf einen Teil der Identität Profession Sozialpädagogik und basiert auf einer Innenperspektive: dem Gelingen einer sozialpädagogischen Beziehung. 

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_pdf-klAusgehend von der Darstellung des Projektes »Bedingungen sexualisierter Gewalt in pädagogischen Einrichtungen« werden von Jan Pöter und Martin Wazlawik mögliche Risikomerkmale aus den im Rahmen eines Review-Verfahrens gewonnenen Ergebnissen ausgewählter Aufarbeitungsprozesse vorgestellt, diskutiert und abschließend deren Reichweite sowie Anschlussmöglichkeiten für aktuelle disziplinäre und professionelle Fragestellungen untersucht.

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_pdf-klLisa Janotta richtet den Blick auf ein ganz spezifisches Verhältnis in der Migrationsgesellschaft: nämlich auf die Herausforderungen von Menschen, die in unsicheren Aufenthaltssituationen in Deutschland leben. Gegenstand sind die gesellschaftlichen und aufenthaltsrechtlichen Bedingungen für die Verstetigung des Aufenthalts von Menschen in Deutschland aus sogenannten Drittstaaten. Damit schließt der Beitrag an die lebendige Debatte an, welche in der Verknüpfung migrations- und sozialpädagogischer Überlegungen die Ziele, Funktionen und Bedingungen der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft reflektiert.

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_pdf-klIn ihrer Reflexion der veränderten Bedingungen in der Kindertagesbetreuung stellt Sabine Fischer zwei Ansätze vor, die Lebenswelt thematisieren und das Potenzial besitzen, den Anforderungen an Analyse und Reflexion sozialpädagogischer Praxis zu entsprechen: der »Sinnhafte Aufbau der sozialen Welt« von Alfred Schütz und das Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch. Beide beschäftigen sich mit der Frage von Sinnkonstitution und Sinnstrukturen in der Lebenswelt von Menschen sowie den Herausforderungen, die die Lebenswelt für den Einzelnen mit sich bringt. 

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_pdf-klStefan Zapfel macht es sich zur Aufgabe, zentrale Anwendungsmöglichkeiten der Systemtheorie für Fragen der Inklusion und Exklusion von Menschen mit Behinderung aufzuzeigen. Er gibt einen Überblick über wesentliche Begrifflichkeiten und Annahmen der Systemtheorie, daraus resultierende Implikationen für die soziale Einbindung und Abkopplung von Individuen sowie über mögliche Gründe und Folgen der Exklusion von Menschen mit Behinderung. 

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_pdf-klWie kommt es zu Ökonomisierung? Wie vollzieht sie sich bei genauerem Hinsehen? Und mit welchen Effekten? Zu diesen Fragen stellt Uwe Schimank einige thesenhafte und am Ende sehr spekulativ zugespitzte Überlegungen zur Diskussion. Diese werden mit Beispielen aus den verschiedensten nicht-ökonomischen gesellschaftlichen Sphären illustriert. Das, was diese Beispiele zeigen, lässt sich leicht auch im beruflichen Alltag von Fachkräften in der Sozialen Arbeit wiederfinden.Wie kommt es zu Ökonomisierung? Wie vollzieht sie sich bei genauerem Hinsehen? Und mit welchen Effekten? Zu diesen Fragen stellt Uwe Schimank einige thesenhafte und am Ende sehr spekulativ zugespitzte Überlegungen zur Diskussion. Diese werden mit Beispielen aus den verschiedensten nicht-ökonomischen gesellschaftlichen Sphären illustriert. Das, was diese Beispiele zeigen, lässt sich leicht auch im beruflichen Alltag von Fachkräften in der Sozialen Arbeit wiederfinden.

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_pdf-klAusgangspunkt des in dem Beitrag von Claudia Equit vorgestellten Forschungsprojektes ist die veränderte Dynamik in disziplinären und professionellen Fachdiskursen im Hinblick auf Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in sie betreffenden Angelegenheiten. In der Diskussion steht mittlerweile nicht mehr die Legitimität von Partizipation, sondern die Implementation beteiligungsorientierter Konzeptionen sowie die Koppelung von Beteiligung und Beschwerdemöglichkeiten in den Einrichtungen. 

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_pdf-klSozialpädagogik konstituiert sich durch einen narrativen Entwurf ihres Bezuges auf soziale Realität, so dass eine Analyse der Art und Weise, wie Sozialpädagogik erzählt wird beziehungsweise sich erzählt, Kernprinzipien von Sozialpädagogik als solcher erkennbar werden lässt. Dies wird von Bernd Dollinger näher beleuchtet, indem er zunächst die mit dieser Annäherung genutzten wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen transparent macht und anschließend als zentrale thematische Orientierung sozialpädagogischer Theorie die Relationierung von Kontextbedingungen und Prozessen der Subjektkonstitution beschreibt, analysiert und diskutiert.

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_pdf-klIn seiner analytischen Betrachtung von Orientierungs- und Wissensbeständen von Jugendsozialarbeiter_innen zeigt André Epp auf, wie man sich den praxistheoretischen Erklärungen von Jugendsozialarbeiter_innen annähern kann und welche methodischen Verfahren bisher ausgearbeitet wurden, um diese empirisch zu fassen. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Methodeninstrumentarium wird theoretisch sowie unter Zuhilfenahme eines empirischen Beispiels eine alternative Verfahrensweise angeregt.

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_pdf-kl Manfred Kappeler zeichnet in seinem historischen Rückblick nach, dass von dem NS-Regime im Frühjahr 1933 die Ausgrenzung der jüdischen Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Deutschland durch den Ausschluss der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden aus der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege gleichzeitig in verschiedenen Bereichen und Institutionen betrieben wurde und wie sich die Methoden dabei glichen.

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_pdf-klJochem Kotthaus unternimmt den Versuch, die emanzipatorischen Anteile einer lebensweltorientierten Sozialen Arbeit durch eine Rückführung auf ihre subjektbezogenen und dialektischen Grundlagen stärker herauszuarbeiten. Hierzu wird die Verwendung des Lebensweltbegriffs bei Hans Thiersch theoretisch deutlicher konturiert und dargestellt, dass sich der Anschluss an gesellschaftsdiagnostische Ansätze vor dem Hintergrund einer (sozial) phänomenologischen und wissenssoziologischen Explikation theoretisch nur bedingt notwendig erweist und die Lebensweltorientierung hierdurch an analytischem Potenzial verliert. Abschließend wird ein paradigmatischer Vorschlag zur Ausrichtung der Sozialen Arbeit skizziert, der sich an den in sekundärer Sozialisation erworbenen Wissensbeständen anschließt.

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_pdf-klVerlust und Trauer sind universale, subjektiv zu bearbeitende Anforderungen an jedes Individuum. Trauer ist, auch im Verständnis literarischer Zeugnisse, als komplexe Emotion zu verstehen, die »eher als dauerhafter, diffuser emotionaler Zustand, denn als akute Reaktion auf ein konkretes Ereignis gestaltet wird«. Nach Ansicht von Tim Krüger sollte die Soziale Arbeit diese Komplexität nicht als Überforderung interpretieren, die ihrer Professionalität nur durch Reduktion zugeführt werden kann. Vielmehr gilt es, als letzte Profession die umfassende Subjektivität der Klientel disziplinär zu begründen und zu verteidigen.

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_pdf-klInterdisziplinär wie quer durch alle politischen Parteiungen wird mit »sozialer Gerechtigkeit « gehandelt, häufiger aber nur darüber geredet. Für Heinz Sünker ist es daher an der Zeit, unterschiedliche Verwendungsweisen, unterschiedliche Orte und Grundlegungen dieser Redeweise zu analysieren. Er vertritt den Ansatz, dass eine sozialtheoretisch wie gesellschaftspolitisch gehaltvolle Konzeptualisierung von sozialer Gerechtigkeit nur im Rahmen einer Analyse des Verhältnisses von Demokratie und Kapitalismus ertragreich sein kann – dies um einer Perspektive kritischer Sozialer Arbeit wegen, mit der die früheren Debatten um deren politische Funktion wie Produktivität der Gegenwart angemessen weitergeführt werden können.

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_pdf-klIm Fokus der Ausführungen von Anna Lena Rademaker steht ein individuell wertgeschätztes Gleichgewicht von Gesundheit und Krankheit im Alltag, um Gesundheit zu empfinden. Dies verweist unumgänglich auf die soziokulturelle Verwobenheit von Gesundheit im Alltag der Menschen. Gesundheit versteht sich als ein Potenzial, das sich in Lebensqualität und -freude im Sinne des alltäglichen »subjective well-being« in seiner soziokulturellen Verwobenheit im Alltag der Menschen zeigt. 

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_pdf-klDer Beitrag von Lasse Gundelach befasst sich mit Konstellationen in repressiven Kontexten Sozialer Arbeit, in denen der Sozialarbeiter ein Gutachten oder Bericht über den Betroffenen erstellt, aus dem sich für den Betroffenen eine negative rechtliche Folge (im Sinne eines Grundrechtseingriffs) ergibt. Es wird der Frage nachgegangen, welche Anforderungen an die psychosoziale Diagnostik in repressiven Kontexten Sozialer Arbeit im Zusammenhang mit der Erstellung von Gutachten oder Berichten durch einen Sozialarbeiter zu stellen sind. 

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_pdf-klChristian Ghanem, Florian Spensberger und Ingo Kollar beschäftigen sich zum einen mit der Analyse verschiedener Prozesse zur Konstruktion von EBP-relevantem Wissen und zum anderen mit der Frage, wie sich das dieser Prozesse zu Grunde liegende Wissen in den USA und in deutschsprachigen Ländern verbreitet hat, also mit der Wissensdiffusion in wissenschaftlichen Disziplinen. Dazu legen sie ihren theoretischen Zugang dar und erläutern den methodologischen Ansatz, durch welchen die Wissensdiffusion innerhalb der Disziplin der Sozialen Arbeit erforscht wird.

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_pdf-klIn der explorativen Studie von Anika Göbel und Hanna Rettig wird die Gruppe der Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegenden als eine weitere in der Organisation multiprofessioneller Zusammenarbeit der Frühen Hilfen zentrale Akteursgruppe angesehen. Der grundlegenden Frage nach deren Positionierung als eigenständige Berufsgruppe innerhalb dieses multiprofessionell konzipierten Feldes wird sich insbesondere über eine Rekonstruktion ihrer Verhandlung, Einbindung und Übertragung organisationaler Rahmungen aus dem Gesundheitssystem in die Kinder- und Jugendhilfe empirisch angenähert.

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_pdf-klMit der gleichzeitigen Ausrichtung auf Mensch und Gesellschaft bildet der Capability-Ansatz einen starken Orientierungsrahmen für die Soziale Arbeit. Er ist für sie jedoch zu wenig greifbar ausgearbeitet. Wie seine Leitideen in der Sozialen Arbeit umgesetzt werden können und welche methodischen Folgerungen sich ableiten lassen, ist das Thema von Dieter Haller. Dem ist die Annahme zugrunde gelegt, dass der Capability-Ansatz als Rahmentheorie für die Sozialarbeitspraxis fruchtbar gemacht werden kann, wenn dazu die Interaktionen zwischen Individuum und Gesellschaft eingehend analysiert werden. 

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_pdf-klDer Gegenstand Sozialer Arbeit, so der Vorschlag von Joachim Weber, besteht nicht, wie die Vertreter der sogenannten Sozialarbeitswissenschaft behaupten, in sozialen Problemen. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten nicht primär einen Reparaturdienst zur Behebung sozialer Defizite an. Solche Defizitorientierung wird schnell selbst zum Problem. Insofern wird der Sinn Sozialer Arbeit in diesem Beitrag mit dem Phänomen der Freiheit zu fassen versucht.

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_pdf-klRainer Kilb beschäftigt sich in seinen Anmerkungen mit den Planbarkeitserwartungen im sozialen Bereich, einem Begriff, dem sich die professionelle Soziale Arbeit bedient, obwohl dieser für das, was in den verschiedenen Handlungsfeldern eigentlich angestrebt wird und wie es letztendlich realiter stattfindet beziehungsweise umgesetzt wird, wenn überhaupt nur eingeschränkt tauglich erscheint. Aus einer historischen und praxisanalytischen Betrachtung heraus werden abschließend Folgerungen zur Bedeutung, zum Sinn und zu den Grenzen von Planung im sozialen Bereich abgeleitet. 

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