Beiträge
Katharina Brüchmann/Anna Lips/Dorothee Schäfer/Wolfgang Schröer
Teilhabe und Leaving Care. Der Forschungszugang der CLS-Studie (S. 463-478)
Katharina Brüchmann, Anna Lips, Dorothee Schäfer und Wolfgang Schröer verdeutlichen in ihrem Beitrag, warum Teilhabe als ein Schlüsselbegriff in der aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe angesehen und wie Teilhabe in der Langzeitstudie »Care Leaver Statistics« (CLS-Studie) gefasst und erforscht wird. Im Fokus steht dabei zunächst, inwiefern Teilhabe in der Erziehungshilfeforschung bis dato relevant wird. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Leaving Care und der Teilhabe von Care Leaver*innen beim Übergang aus der Kinder- und Jugendhilfe.
Michael Börner/Hendrik Trescher
Pädagogisches Handeln und Inklusion in Kindertageseinrichtungen. Empirische Einblicke und handlungspraktische Perspektiven aus einer rekonstruktiven Studie (S. 479-494)
Die Studie »Inklusion als Herausforderung für integrative Kindertageseinrichtungen« widmete sich der Beforschung dreier strukturell differenter integrativer Kindertageseinrichtungen, mit dem Anliegen, diese möglichst breit zu beleuchten und dabei gerade auch der Herausforderung Inklusion vielschichtig nachzugehen. Michael Börner und Hendrik Trescher legen die zentralen Ergebnisse dieses Forschungsprozesses dar, stellen diese zur Diskussion und entwickeln hiervon ausgehend handlungspraktische Perspektiven.
Kevin Stützel
Zur Relevanz von Betroffenenwissen für akteursbezogene Forschungsperspektiven (S. 495-509)
Anhand exemplarischer Forschungsarbeiten diskutiert Kevin Stützel Verständnisse von Adressat:innenwissen in akteursbezogenen Forschungsperspektiven. Ausgehend hiervon wird der Ertrag der forschungsleitenden Perspektive der Praxeologischen Wissenssoziologie für die Auseinandersetzung mit dem Wissen von Adressat:innen erläutert. Im Anschluss daran wird am Beispiel von zwei Gruppendiskussionen der Schwerpunkt auf Selbsthilfegruppen gelegt, in denen sich Hilfesuchende in einer ähnlichen Problem- und Krisensituation und ohne, oder nur mit einer geringen Mitwirkung professionell Helfender austauschen.
Sebastian Schonhoff/Kolja Heckes/Jörg Rövenkamp-Wattendorf
Soziale Arbeit in der Transformation. (Duale) Hochschulqualifikation in Zeiten von KI- und Nachhaltigkeitsdebatten (S. 510-532)
Die Untersuchung von Sebastian Schonhoff, Kolja Heckes und Jörg Rövekamp-Wattendorf widmet sich der Analyse der Chancen und Herausforderungen, die sich im Kontext der Implementierung von Künstlicher Intelligenz im Hochschulkontext der Sozialen Arbeit ergeben. Die Analyse stützt sich auf eine Auswahl von drei Perspektiven – der Nachhaltigkeit, der Prüfungskultur und der dualen Studienorganisation –, durch die der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Hochschulen einer kritischen Reflexion unterzogen und progressiv gestaltet werden kann.
Silke Baum
Partizipation in der Hochschullehre. Die Einbindung von Erfahrungsexpert*innen im Handlungsfeld Wohnungslosigkeit (S. 533-550)
Silke Baum stellt in ihrem Beitrag ein Praxis-Transfer-Projekt vor, das im Wintersemester 2024/25 an der Internationalen Berufsakademie Leipzig durchgeführt wurde. Dabei wurden Erfahrungsexpert*innen aus dem Feld Wohnungslosigkeit als Lehrende in die Hochschullehre eingebunden und gemeinsam mit Studierenden Konzepte zur Professionalisierung der Peerarbeit entwickelt. Damit verknüpft der Beitrag eine theoretische Rahmung durch Service User Involvement mit einer praxisnahen Analyse eines konkreten Projekts mit dem Ziel, Impulse für die curriculare Weiterentwicklung partizipativer Hochschullehre in der Sozialen Arbeit zu geben.
Nachrufe
Fabian Kessl/Holger Ziegler
Micha Brumlik. Nachruf auf einen jüdischen, deutschen und sozialpädagogischen Denker (S. 551-553)
Benedikt Sturzenhecker
Nachruf auf Professor Dr. phil. habil. Stephan Maykus (S. 554-555)
Dank an die Revier*innen (S. 556)