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_pdf-klJulian von Oppen zeigt in seinem Beitrag auf, dass sich aus den Entwicklungsschleifen der Interkulturellen Pädagogik als Fachrichtung und den sie begleitenden und provozierenden Fachdebatten und Kritiken, auch empirische Fragen an die heutige Praxis interkultureller Sozialer Arbeit ergeben. Dazu wird unter anderem die Kritik, welche an die Handlungskonzepte und Theoriediskurse der Interkulturellen Pädagogik herangetragen wurde, nach ihren Argumentationslogiken systematisiert und sodann nachgezeichnet, in welch unterschiedlicher Weise die kritischen Argumente Eingang in die (Weiter-) Entwicklung von Konzepten und Theorien der Interkulturellen Pädagogik fanden. Abschließend wird aufgezeigt, welche empirischen Fragen für eine Praxis der interkulturellen Sozialen Arbeit entstehen und welches empirische Vorgehen zur Bearbeitung dieser erforderlich ist.

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_pdf-klIn den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Methoden und Verfahren für Diagnose und Fallverstehen in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern entstanden. Für Pascal Bastian und Mark Schrödter stellt sich die Frage, inwiefern diese Ergebnisse auf die Praxis der Sozialen Arbeit in Deutschland übertragbar sind, da dort die hermeneutische, rekonstruktive Betrachtung des Falles in Fachdiskurs und Ausbildung traditionell einen hohen Stellenwert genießt. Bisher ist allerdings nur wenig darüber bekannt, wie Fachkräfte die gesetzlich geforderte Riskoeinschätzung im Kindesschutz vornehmen. Ziel der vorliegenden aktenanalytisch angelegten Studie war daher die statistische Exploration der Beobachtungskriterien, die Fachkräfte zur Vorhersage von Kindeswohlgefährdung und Kindeswohlverletzung nutzen. 

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_pdf-klGegenwärtig werden häufig Äußerungen zurückgewiesen mit dem Vorwurf, es handele sich um Stereotypen, Vorurteile oder Klischees und eine derartige Zuschreibung sei mit negativen Beurteilungen verknüpft. Almut Zwengel vertritt die These, dass eine solche Zurückweisung als stereotyp, vorurteilsbelastet und klischeehaft kontraproduktiv ist. Sie führe dazu, dass angesprochene Dimensionen kultureller Differenz nicht mehr inhaltlich bearbeitet werden können. Dies aber scheint für ein gelingendes interkulturelles Zusammenleben eine zentrale Voraussetzung zu sein. 

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_pdf-klPartizipation in den Hilfen zur Erziehung hat sich seit Beginn der 1990er-Jahre zunehmend in der Praxis institutionalisiert, vor allem durch entsprechende Regelungen im Kinder- und Jugendhilfegesetz und der UN-Kinderrechtskonvention. Jedoch lässt sich je nach Art der Hilfe ein unterschiedlicher Grad wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Partizipation finden. Während beispielsweise in der Heimerziehung zahlreiche Publikationen zum Thema vorliegen, wurde es hingegen in der Erziehungsberatung kaum beleuchtet. Katrin Peyerl greift dieses Thema auf und stellt Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie vor, in der Partizipation von Kindern in der Erziehungsberatung aus Perspektive der Fachkräfte untersucht wurde. Leitend dabei war die Frage, aus welchen Gründen sich BeraterInnen für oder gegen eine Beteiligung von Kindern in unterschiedlichen Beratungssettings entscheiden. 

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_pdf-klParallel zu dem Befund, dass sexuelle Gewalt sowohl in konservativen wie in reformorientierten  Internaten stattfand, richtet sich der Blick von Carola  Kuhlmann auf die Geschichte der sexuellen Gewalt in  der Heimerziehung, insbesondere auf die Jahre von  1950 bis 1980. Mit Bezug auf Fälle aus verschiedenen Studien und Fachdiskursen über Sexualität in  der Heimerziehung einerseits und andererseits mit Bezug auf Berichte aus Wohnprojekten der »Sozialpädagogischen Sondermaßnahmen Köln« wird argumentiert, dass eine historische Aufarbeitung der Diskurse der 70/80er Jahre verdeutlichen kann, warum sexueller Missbrauch gerade in dieser Zeit kaum problematisiert und in der Folge bagatellisiert werden konnte.  

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_pdf-klDas Potenzial des forschenden Lernens näher auszuleuchten und dessen Bedeutung für eine theoretische Wissensbildung im Studium der Sozialen Arbeit zu untersuchen steht im Mittelpunkt  des Beitrags von Walburga Hoff, die anhand eines  konkreten Lehrforschungsprojektes, das den  Ursachen für das Scheitern von Bildungsverläufen  benachteiligter Jugendlicher nachgeht, diese  Frage in mehreren Schritten zu beantworten  versucht. Ihr abschließendes Resümee diskutiert  dann die Bedeutung dieser Art theoretischer  Wissensbildung für die Ausbildung und die  zukünftige Disziplinentwicklung Sozialer Arbeit.

5,00 *

_pdf-klYesim Kasap Çetingök schließt in ihren Ausführungen  an eine Diskussion an, in der es um  die Binnenstruktur und die Logik professionellen  Handelns geht und verfolgt die Frage, wie sich das  professionell beraterische Handeln unter diesen  umrissenen Bedingungen der Funktions- und  Bedeutungswandlung des Wissens beziehungsweise  des wissenschaftlichen Wissens beschreiben lässt,  wenn die psychosoziale Beratung als Reflexions- und  Bildungsort bestimmt wird. 

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_pdf-klDass es einer Professionstheorie der Sozialen  Arbeit, die die organisationskulturelle Einbettung  personaler Ressourcen sowie die Bedeutung organisations-struktureller Bedingungen der  Leistungserbringung ignoriert, nicht gelingt, aktuelle  Bedingungen und Herausforderungen der Sozialen Arbeit adäquat zu erfassen, verdeutlicht Simon Mohr am Beispiel der Debatte um die Managerialisierung des sozialen Sektors theoretisch fundiert und anhand von Befunden einer quantitativen Befragung. Im Kern stehen dabei die Fragen, welche  Organisationsform(en) professionelle Soziale Arbeit unterstützen und welche Bedeutung dabei einer betriebswirtschaftlichen Managementausrichtung der freien Träger zukommt. 

5,00 *

_pdf-klDie Berner Fachhochschule evaluierte die ersten  zweieinhalb Betriebsjahre von Kompass, einem  Projekt der Stadt Zürich, das sich an Menschen mit  komplexen gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen richtet. Die Erkenntnisse daraus werden von Dieter Haller, Rahel Müller de Menezes, Florentin Jäggi und Barbara Erzinger vorgestellt. Im Zentrum ihrer Evaluation stehen Ergebnisse zu  Merkmalen der Klientel, zum Unterstützungsprozess  sowie zu den erreichten Wirkungen.

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Die npEdition "Vergeltung ohne Ende? - Über Strafe und ihre Alternativen im 21. Jahrhundert" von Heinz Sünker und Knut Berner.

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_pdf-klMit der Frage, was die Simpsons mit Sozialpädagogik zu tun haben, wirft Catrin Heite einige aktuelle und historische Schlaglichter darauf, worum es geht, wenn Sozialpädagogik als Wissenschaft betrieben wird. In diesem Sinne formuliert sie drei Antworten: Sowohl die Simpsons als auch die Sozialpädagogik thematisieren die Familie, das Soziale und beide sind in der Lage, etwas über Gesellschaft auszusagen.

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_pdf-klDer Idee eines Arbeitsbündnisses zwischen Fachkräften und ihren AdressatInnen wird im Diskurs um Professionalität der Sozialen Arbeit einige Bedeutung zugemessen. Einen zentralen Bezugspunkt markiert hierfür insbesondere das von Ulrich Oevermann (1996) im Rahmen seiner »Skizze einer revidierten Theorie professionalisierten Handelns« begründete und später weiter elaborierte Modell. In seinem Beitrag verfolgt Falko Müller das Ziel, die Theorievoraussetzungen des von Oevermann ausgearbeiteten Arbeitsbündnismodells zu hinterfragen und von dort aus einen Vorschlag zu entwickeln, wie die Spezifik professionellen KlientInnenbezugs untersucht werden kann. 

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_pdf-klAnknüpfend an den Gedanken, Inklusion nicht als »Wundermittel« gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu verstehen, nehmen Hendrik Trescher und Teresa Hauck die widerständigen Elemente, denen inklusive Betreuung ausgesetzt ist, in den Blick und reflektieren kritisch pädagogisch- praktische Spannungsverhältnisse. Diese Reflexion erfolgt bezogen auf den Ergebnissen der Studie »Strukturprobleme integrativer Kinderbetreuung«, welche unter anderem ergab, dass Kinder mit Behinderung in der untersuchten Einrichtung starker Regulierung und Überwachung unterworfen sind, welche sich meist direkt am Körper der Kinder mit Behinderung manifestieren.

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_pdf-klSophie Domann, Florian Eßer, Tanja Rusack, Nele Klepp und Carolin Löwe präsentieren in ihrem Beitrag empirische Ergebnisse einer Analyse von Gruppendiskussionen mit Jugendlichen in stationären Erziehungshilfeeinrichtungen, bei denen es um die Frage ging, wie Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung selbst Körperkontakt definieren und wie sie den Umgang damit in den Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe wahrnehmen. 

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_pdf-klDer Beitrag von Franz Herrmann und Eberhard Bolay setzt am Spannungsverhältnis des Qualitätsthemas zwischen professioneller und externer Kontrolle mit fachfremden Methoden an. Unter dieser Perspektive ist der Qualitätsdiskurs gleichzeitig Chance und »Zumutung« für die Profession und die Frage ist hier, wie die Perspektive der »Chancen«, die in diesem Thema stecken, gestärkt werden kann und wie Fachkräfte diese Seite methodisch und strategisch besser zur Geltung bringen können. 

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_pdf-klStefan Borrmann stellt in seinem Beitrag die Ergebnisse einer an der Hochschule Landshut vorgenommenen Curriculaanalyse ausgewählter BA Studiengänge Sozialer Arbeit an deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften dar, deren Ergebnisse durch einen Fragebogen an Studiengangsverantwortliche überprüft wurden. Ziel war es herauszufinden, ob es vergleichbare Strukturen und Inhalte in diesen Studiengängen gibt und sich somit ein Kern der Ausbildung Sozialer Arbeit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften erkennen lässt. 

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_pdf-klAuf der empirischen Grundlage des Forschungsprojekts »Home Treatment« entfalten Sarah Lüngen, Matthias Müller und Barbara Bräutigam mithilfe einiger theoretischer Gedanken ein Modell zur Reflexion von Grenzfragen in der Praxis der aufsuchenden Arbeit. Im Weiteren diskutieren sie das empirische Material, bezogen auf die vorher angestellten theoretischen Überlegungen und beschreiben dann im Anschluss Konsequenzen, die ihrer Ansicht nach praxisrelevant sind. 

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_pdf-klThomas Olk und Constanze Woide präsentieren die konzeptionellen Grundlagen und ausgewählte empirische Befunde aus ihrer strategischen Prozessbegleitung bei der lokalen Bildungsentwicklung in den Städten Frankfurt am Main und Bremerhaven. In diesem Rahmen waren ein Gesamtkonzept und ein Indikatorensystem für eine sozialraumbezogene Bildungsberichterstattung zu entwickeln, qualitative Studien zu den bildungsbezogenen Herausforderungen und Bedarfen in besonders belasteten Stadtteilen durchzuführen sowie Handlungsempfehlungen für Strategien zur Weiterentwicklung der lokalen Bildungsräume in den ausgewählten Stadtgebieten zu formulieren.

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_pdf-klIn seinem Beitrag beschäftigt sich Timm Kunstreich mit abgebrochenen oder unabgegoltenen Projekten in der Sozialen Arbeit. Wichtigstes Auswahlkriterium für seine Beispiele ist, dass alle historisch realisiert wurden, wenn auch mit sehr unterschiedlicher Dauer oder Intensität. Die mit den Projekten verbundenen Möglichkeitsräume sind seiner Meinung nach jedoch noch längst nicht ausgeschöpft – hier könnten Komponenten einer solidarischen Sozialen Arbeit gewonnen werden, die in den sich verschärfenden sozialen Auseinandersetzungen der Zukunft hilfreich sein könnten.

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_pdf-klEin Wandel von großer Tragweite vollzieht sich momentan in Großbritannien im Verhältnis von Eltern, der Kindererziehung und dem Staat hin zu einem proaktiven, die Prävention propagierenden Staat. David Wastell und Sue White untersuchen vor diesem Hintergrund das Verhältnis von Diskursen zu Wissensformen, die dem Staat als Beleg für den Nutzen einer Investition in ›Frühinterventionen‹ dienen, zu denen auch stärker eingreifende Zwangsmaßnahmen zählen, bis hin zur Kappung aller biologischen und verwandtschaftlichen Bindungen.

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_pdf-klLaden Sie sich die komplette Printausgabe der npEdition "Demokratische Bildung oder Erziehung zur Unmündigkeit" herunter.

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_pdf-klSofern Prävention als möglichst umfassende Förderung sowie die Bewahrung vor schädlichen Einflüssen verstanden werden darf und das Bundeskinderschutzgesetz versucht, einen diesem Ansatz entsprechenden, umfassend ausgerichteten Kinderschutzbegriff zu etablieren, stellt sich für Ronny Lindner die Frage nach Gründen für das Primat des tertiärpräventiven Aspektes. In seinen Überlegungen zur präventiven Orientierung von Kinderschutz und Frühen Hilfen skizziert er zunächst, wie Prävention im Kontext des Bundeskinderschutzgesetzes verstanden werden kann und erklärt dann, weshalb sie derart vom intervenierenden Kinderschutz dominiert wird. Abschließend wird aufgezeigt, welche Probleme sich die professionelle Praxis, insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe, damit einhandelt.

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_pdf-klMarginalisierte Räume können von Sozialdienstleiter_ innen nicht allein dadurch bearbeitet werden, dass die unterstellten Stigmata subjektiv und/oder infrastrukturell angegangen werden, sondern indem zunächst die Subjektivitätskonzepte der Bewohner_innen auf ihre sozial- wie territorial-räumlichen Antworten hin befragt werden. Hierbei dürfte nach Ansicht von Anselm Böhmer und Andreas Blume insbesondere für die praxiswissenschaftlichen wie für die professionellen Zugänge eine praxeologische Herangehensweise förderlich sein, um neben analytischen auch handlungsbezogene Positionen reflexiv erfassen und auf die gegebenen Situationen hin vereinen zu können. Gerade in dieser Hinsicht wäre eine sozialräumlich ausgerichtete und der Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse verpflichtete reflexive Profession Sozialer Arbeit möglich. 

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_pdf-klBritta Buschmann, Gunther Graßhoff und Cornelia Schweppe verstehen ihren Aufsatz zur biografischen Selbstpräsentation von AdressatInnen der Jugendhilfe unter anderem als Beitrag zur reflexiven Vergewisserung des Transnationalitätskonzepts, das nicht nur den Blick auf nationale Grenzen verflechtende und konfrontierende Entwicklungen und Konstellationen öffnet, sondern sich auch als sensibilisierendes Konzept zum Reflexivwerden des Nationalen erweist. Das empirische Material, das die Grundlage für diesen Beitrag bildet, wurde im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekts »AdressatInnen der Jugendhilfe« erhoben und analysiert.

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_pdf-klAngesichts der kontroversen Debatte um den Hausbesuch und der zentralen Stellung, die das Setting seit 150 Jahren in der Sozialen Arbeit einnimmt, ist bemerkenswert, dass in der deutschen Fachliteratur nur wenige Veröffentlichungen und keine Forschung hierzu vorliegen. Diese Diskrepanz zwischen der Vehemenz der Debatte und dem festzustellenden Forschungsdefizit war Anlass für die Entwicklung des Forschungsprojekts »Hausbesuche im Kontext des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung« (HabeK). Maria Albrecht, Svenja Lattwein und Ulrike Urban-Stahl stellen zentrale Ergebnisse des Projektes vor, ausgehend von der Frage, wie sich der Stand der Umsetzung des veränderten § 8a Absatz 1 Satz 2 SGB VIII in der Praxis darstellt und welche Schlussfolgerungen sich daraus vor dem Hintergrund der 2008 geführten vehementen Debatten um dieses Thema ziehen lassen.

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_pdf-klDie von Lukas Fellmann vorgestellte quantitative Studie wurde im Rahmen einer Master-Thesis in der Schweiz durchgeführt. Das Ziel der Studie bestand darin, Hinweise darüber zu generieren, inwiefern Sozialarbeitende der Kinder- und Jugendhilfe den Anspruch an eine »science informed social work« erfüllen, beziehungsweise nicht erfüllen. Die Datenerhebung erfolgte anhand einer Online-Befragung im Zeitraum vom Mai bis zum Juni 2013. Befragt wurden Sozialarbeitende aus der Schulsozialarbeit, der Offenen Kinderund Jugendarbeit und der Heimerziehung in den Kantonen Aargau, St. Gallen und Zürich.

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_pdf-klDie empirische Studie von Matthias Hüttemann, Fabienne Rotzetter, Pascal Amez- Droz, Daniel Gredig und Peter Sommerfeld untersucht Kooperationen von Akteuren aus Wissenschaft und Praxis und erlaubt zum einen eine differenzierte Beschreibung von Kooperationsformen und zum anderen eine realistische Einschätzung, was es noch braucht, um das Potenzial von Kooperationen auszuschöpfen. Dazu wird zunächst die Relation von Wissenschaft und professioneller Praxis thematisiert, die dann – nach der Vorstellung des methodischen Vorgehens und der Ergebnisse der Studie – auch einen Hintergrund für die abschließenden Schlussfolgerungen und Konsequenzen bildet.

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_pdf-klWas bedeutet und was verlangt das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit in der jeweiligen Handlungssituation? Die hier aufgeworfene Frage gehört nach Ansicht von Jochen Ostheimer in den Bereich der angewandten Ethik. Um in einer unklaren Situation die moralisch gebotene bzw. erlaubte Handlungsweise zu ermitteln, ist ethische Urteilskraft erforderlich. Wie diese im berufspraktischen Handeln angewandt werden kann, wird in dem Beitrag anhand eines stark vereinfachten Beispiels dargestellt. Konzeptionell verortet ist es im Umweltgerechtigkeitsdiskurs.

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_pdf-klArmin Schachameier wirft in seinen Ausführungen die Frage auf, wie und in welcher Art und Weise humanistische, prozess-erfahrungsorientierte Methoden einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten können. Auf der Basis eines nicht-normativen Bildungsverständnisses erläutert er dies am Beispiel der »Heldenreise«. Darüber hinaus geht er auf relevante Forschungsbefunde ein, um zu verdeutlichen, wie Fachkräfte der Sozialen Arbeit von einer entsprechenden Auseinandersetzung mit »inneren Anteilen« profitieren und persönliche und soziale Kompetenzen aufbauen können. 

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_pdf-klDer Fall des elfjährigen Pflegekindes Chantal, das im Januar 2012 an einer Vergiftung durch eine versehentlich eingenommene Methadon- Tablette ihrer substituierten Pflegeeltern gestorben war, hat viele Fragen aufgeworfen. Um diese zu bearbeiten, greifen Simon Egbert, Henning Schmidt-Semisch, Katja Thane und Monika Urban u.a. auch auf empirische Daten zurück, die im Kontext des DFG-Forschungsprojektes ›Anwendungsrationalitäten und Folgen von Drogentests‹ erhoben wurden. Dabei wird zunächst insbesondere die strukturelle Einbettung der Einführung des neuen Kontrollinstrumentes ›Drogentest‹ in den Blick genommen, um dann zu überlegen, wie sich der Drogentest zu anderen Entwicklungen im Feld der Sozialen Arbeit verhält. Abschließend wird analysiert, ob und in welcher Weise der Drogentest als soziotechnisches Instrument mit einer spezifischen diskursiven Wirkmächtigkeit ausgestattet ist.

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_pdf-klIn seinem Habilitationsvortrag, gehalten im Januar 2016 im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, beschäftigt sich Joachim Weber mit der Frage, wie wir mit Verletzungsoffenheit, Begrenztheit, und Scheiternkönnen umgehen sollen. Denn nie können wir sicher sein, dass unsere Plane sich realisieren lassen, weil immer etwas oder jemand dazwischen kommen kann. Zwischenmenschliche Praxis zeigt sich als eine solche des Scheiternkönnens, die das Scheitern zwar niemals zum Ziel hat, ihm aber dennoch permanent ausgesetzt ist. 

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_pdf-klPeter Hammerschmidt, Anne Hans, Melanie Oechler und Uwe Uhlendorff präsentieren ausgewählte Zwischenergebnisse eines auf drei Jahre angelegten DFG Forschungsprojektes über »Sozialpädagogische Probleme in der Nachkriegszeit«. Dabei beschränken sie sich auf die Problemkonstruktion »Schlüsselkinder« – ein sozialpädagogisches Problem in der Nachkriegszeit in Westdeutschland. In ihrem Beitrag wird zunächst ihr Forschungsansatz vorgestellt und daran anknüpfend die Problembeschreibungen und die ins Auge gefassten Problemlösungen und Folgeprobleme anhand von Quellen aus der Nachkriegszeit erörtert.

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_pdf-klDie generelle Frage nach den Effekten von Handlungen gehört zu den zentralen menschlichen Anliegen. Ganz besonders scheint dies in der Sozialen Arbeit und speziell im Bereich der Erziehungshilfen zu gelten. Schon immer werden diese von einem intensiven Diskurs um Effekte, Erfolge und Wirkungen der geleisteten Arbeit begleitet, teils gestützt, teils aber auch prinzipiell in Frage gestellt. Solche wissenschaftlichen Grundsatzdebatten bieten für die Praxis nur wenig Orientierung. Die Frage, welche Handlungsansätze und Methoden unter welchen Bedingungen am aussichtsreichsten sein können, wird nach Ansicht von Vincent Richardt nicht einheitlich beantwortet.

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_pdf-klDer Beitrag von Silke Haagen beschäftigt sich mit den Fragestellungen: Wie können biografische Bezuge in der sozialpädagogischen Beratung hergeleitet und sichtbar gemacht werden? Mittels welcher zentraler Einflüsse kann dies gelingen und welche Ansätze, Methoden und Theorien begründen die professionelle Beratung hierin? Außerdem wird der Frage nachgegangen, wie die empirische Sozialforschung, insbesondere mittels narrativbiografischer Interviews, hierzu unterstützend beitragen kann.

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_pdf-klMarc Weinhardt und Augustin Kelava stellen in ihrem Beitrag einen Ansatz zur performanzorientierten Erfassung psychosozialer Beratungskompetenz vor, der sowohl für den Einsatz in der Forschung als auch in der Lehre verwendet werden kann. Die Daten stammen aus einem transdisziplinaren Forschungs- und Evaluationsprojekt an der Arbeitsstelle für Beratungsforschung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen, in dem Studierende der Erziehungswissenschaft und benachbarter psychosozialer Studienberufe Beratungsgespräche im Kontext einer Simulationsumgebung absolvierten, in der Schauspieler prototypische Beratungsanliegen aus der Sozialen Arbeit darstellten. 

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_pdf-klIm Zentrum des Beitrages von Michael May, Susan Smeaton und Melanie Sittig stehen Ergebnisse aus einer bundesweiten online-Befragung zur Bestands- und Bedarfsermittlung bezüglich der Frage der praktisch eingesetzten Kompetenzen von Professionellen in der Spezialisierten Ambulanten Pallativversorgung (SAPV) sowie den Qualifizierungsbedarfen, wobei der psychosozialen Dimension besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zunächst wird der Einsatz spezifischer Kompetenzen in der Praxis beleuchtet, um dann der Frage nach spezifischen Kompetenzprofilen nachzugehen und schließlich die Qualifizierungsbedarfe zu skizzieren, wie sie von den Befragten artikuliert wurden. 

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_pdf-klWerner Schönig konzentriert sich auf Probleme der Typisierung von Netzwerken und unterscheidet zwei theoretisch unterschiedliche Herangehensweisen, die man als induktiv beziehungsweise deduktiv bezeichnen kann. Beide werden dann in einem weiteren Schritt verknüpft und durch Beispiele von Netzwerken in der Sozialen Arbeit illustriert. Mit diesem Vorgehen könnte ein Dissens der Netzwerkorientierung in der Sozialen Arbeit zumindest teilweise entschärft sein.

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_pdf-klDer Dreiteilung – religiöse Wissens-, Handlungs- und Haltungskompetenz – folgend erläutert Josef Freise in seinen Überlegungen zu einer religionssensiblen Sozialen Arbeit in einem ersten Zugang Wissenszusammenhänge, die für die Soziale Arbeit relevant sind. Dazu gehören ein adäquater Religionsbegriff, entwicklungspsychologische, sozialwissenschaftliche und religionswissenschaftliche Überlegungen. Aus verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit werden dann im zweiten Schritt Handlungsmodelle beispielhaft vorgestellt, die religiöse Aspekte beinhalten. Der Beitrag schließt mit Überlegungen zu Kompetenzen einer religionssensiblen Sozialen Arbeit und legt dabei einen Schwerpunkt auf die Bedeutung weltanschaulich-religiöser Selbstkompetenz.

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_pdf-klIm Zentrum der Ausführungen von Michael Wutzler steht die Einführung und Etablierung des analytischen Begriffs der Kooperationsfamilie. Zunächst wird die Bedeutung von Familienbildern und Orientierungsmustern der Fachkräfte aufgearbeitet, um den Begriff der Kooperationsfamilie konzeptionell abgrenzen zu können. Dabei kann zugleich gezeigt werden, wie Familien(leit)bilder von Fachkräften zugunsten konkreter Kooperationsbündnisse an Bedeutung verlieren. Anschließend wird anhand der Analyse eines Falls beispielhaft auf Kooperationsfamilien eingegangen sowie das analytische Potenzial des Begriffs Kooperationsfamilie aufgezeigt und veranschaulicht. 

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_pdf-klDer Beitrag von Hannah Schott-Leser und Christoph Leser entstand im Rahmen einer größeren Untersuchung über das Gelingen pädagogischer Beziehungen in einem Präventionsprojekt. Die in dieser Untersuchung mit Jugendlichen durchgeführten narrativen Interviews enthielten unter anderem Darstellungen ihrer Erfahrungen mit sozialpädagogischen Hilfen. Das ausgewählte Interview enthält die eindrückliche Perspektive eines Sechzehnjährigen auf die pädagogischen Beziehungen zu zwei Sozialpädagogen. Darin wird deutlich, dass im Kontext einer als freundschaftlich wahrgenommenen pädagogischen Beziehung das Kontrollhandeln der Pädagogen als Vertrauensbruch beziehungsweise als zweckdienliche Heuchelei gedeutet wird, was letztlich auch zum Abbruch der Maßnahme führt. 

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_pdf-klHans-Jürgen von Wensierski vertritt in seinem Beitrag die These, dass in Deutschland ein siebter Spitzenverband der Wohlfahrtspflege gegründet werden sollte, der die religiösen, soziokulturellen und sozialpolitischen Interessen, Orientierungen und Werthaltungen der Muslime in Deutschland repräsentieren kann. Die Gründung eines Wohlfahrtsverbandes erscheint nicht nur sinnvoll vor dem Hintergrund von rund vier Millionen Muslimen in Deutschland, von denen rund zwei Millionen über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügen. Ein Wohlfahrtsverband für Muslime, so die zentrale These des Aufsatzes, entspricht auch der kultur- und sozialgeschichtlichen Entwicklung des Wohlfahrtsstaates in Deutschland, die sich im Gefolge der Modernisierung seit dem frühen 19. Jahrhundert durch ein spezifisches Miteinander von Staat und Verbänden auszeichnet. 

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_pdf-klAllmählich rückt »Internationale Soziale Arbeit« als Theorie- und Arbeitsfeld von der Peripherie näher an das Zentrum. Sie kann auf eine internationale Tradition zurückblicken, als sich international profilierendes Arbeitsfeld greift sie schon lange brisante Themen auf. Auch war und ist sie in internationale Solidaritätskontexte eingebunden, die eine befreiende Perspektive und eine politische Einmischung betonten. Ronald Lutz und Alexander Stauss erörtern in diesem Zusammenhang, was denn das »Internationale« sein könnte. Das Vorgehen ist primär Arbeit an einer »kritischen Theorie« der »internationalen Sozialen Arbeit«, die nicht nur ihren eigenen Standort mit in die Analyse einbringt, sondern auf gesellschaftliche Missstände einschließlich ihrer Ursachen und Wirkungen sowie der diskursiven Macht des Wissens aufmerksam macht. Ihre Ausführungen sind als »Einmischung« im Sinne einer »öffentlichen Soziologie« zu verstehen, die mit ihren eigenen Möglichkeiten des Denkens Veränderungen beabsichtigt.

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_pdf-klBourdieus sozialwissenschaftlicher Verstehenszugang zu den scheinbar nur subjektiven innerseelischen Vorgängen schließt an die alte Forderung Adornos an, dass zwischen Soziologie und Psychologie eine Verbindung hergestellt werden müsse, weil der »Psychologismus eine individualistische Form der Vergesellschaftung suggeriere«, eine »außergesellschaftliche, naturhafte Bestimmung des Individuums«. Eine Theorie der frühen Sozialisation könnte unter Berücksichtigung der Habitustheorie so aus der funktionalistischen und kognitionspsychologischen bzw. behavioristischen Engführung herausgeführt werden. Katharina Gröning nimmt dieses Erkenntnisinteresse auf und diskutiert die Theorie des Habitus von Pierre Bourdieu im Zusammenhang mit der Objektbeziehungs- und Bindungstheorie sowie verschiedener Schamtheorien, denn was die frühe Sozialisation hier von späteren, auf Kognition und Rolle gerichteten, häufig in Institutionen vollzogenen Erziehungsvorgängen unterscheidet, ist die unmittelbare Verbindung von Körper, Affekt und Vergesellschaftung im Kleinkindalter. Argumentiert wird also für eine Theorie des Seelischen im Kontext der geforderten rationalen Pädagogik.

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_pdf-klDie Überlegungen und Analysen von Heinz Messmer setzen sich zum Ziel, den schrittweisen Vollzug der für das professionelle Handeln maßgeblichen Prozesse der Wirklichkeitsproduktion auf der Basis ihrer sprachlichen Verfasstheit beispielhaft sichtbar zu machen. Ausgangspunkt ist die ethnomethodologische Konversationsanalyse (EMCA). Zunächst werden einige grundsätzliche methodologische Prämissen der EMCA erörtert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Wirklichkeitsverständnis sozialer Akteure vertieft. Anhand empirischer Gesprächsdaten aus Hilfeplangesprächen gemäß § 36 SGB VIII werden sodann ausgewählte Aspekte von Zeitlichkeit hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Prozesse der Fallkonstitution näher beleuchtet. 

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_pdf-klPilar Wulff betrachtet aus einer organisationssoziologischen Perspektive den Einsatz von Familienhebammen an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe. Dabei setzt sie sich mit der Frage auseinander, welche Erfolgs- oder Misserfolgsparameter und welche Konstellationen förderlich oder eher hinderlich in der Zusammenarbeit zwischen Familienhebammen und anderen Akteuren im Bereich der Frühen Hilfen sind und welche Konsequenzen dies für eine Optimierung des Hilfesystems hat.

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_pdf-klEin zentrales Ziel des Projekts »Regiopart: Entwicklung von Nachbarschaft in strukturschwachen ländlichen Regionen Ostdeutschlands« – auf dessen Ergebnisse Heidrun Herzberg und Kathrin Bernateck Bezug nehmen – war die Gewinnung von empirisch fundiertem Wissen über potenziell sorgende Gemeinschaften in einem Landkreis Mecklenburg-Vorpommerns. Konkret wurden mithilfe einer Befragung mit aktivierenden Anteilen nachbarschaftliche Strukturen zweier ländlicher Regionen untersucht, die in ihrer infrastrukturellen Versorgung voneinander abweichen. Zusätzlich wurden Ressourcen und Blockaden beim Aufbau einer möglichen Caring Community beleuchtet. 

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_pdf-klIn seinem Beitrag geht Birger Antholz der Forschungsfrage nach, ob die Bildungsverbesserung eine Kriminalitätssenkung bewirkt beziehungsweise wie stark der Einfluss des Bildungs-Upgrading auf die Reduktion der Kriminalität ist. Dazu werden unter anderem weitere »Large Scale Assessments-Ergebnisse« vorgestellt und versucht, diese anhand einer eigenen Schülerbefragung kritisch zu hinterfragen sowie diese mit anderen Dunkelfeldarbeiten zu konfrontieren. Abschließend sind Theorien angeführt, die den Bildungs-Kriminalitäts- Zusammenhang inhaltlich erklären.

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_pdf-klAbbrüche von Pflegeverhätnissen sind international vielfach untersucht worden. Studien und Befunde hierzu werden von Eric van Santen kurz zusammengefasst. Die dabei betrachteten Prädiktoren lassen sich kategorisieren nach Merkmalen des Kindes, der Herkunftsfamilie, der Pflegefamilie und des institutionellen Handelns der hilfegewährenden Instanzen sowie der (bisherigen) Hilfe. Letztere können sich zum einen auf die Hilfeform im Vergleich zu anderen Hilfeformen beziehen, zum anderen auf Prozessmerkmale der aktuellen Platzierung oder des bisherigen Hilfeverlaufs. Alle diese Aspekte berühren das Passungsverhältnis zwischen Hilfebedarf und Hilfeangebot.

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_pdf-klDer Artikel von Lisa J. Rein soll zu einer Sensibilisierung des Themas Trauma und seinen Auswirkungen, besonders von Traumatisierungen durch sexualisierte Gewalt, beitragen, Damit ersetzt werden soll jedoch nicht eine traumapädagogische Aus-, Weiter- oder Fortbildung, sondern lediglich über relevante Fakten bezüglich der Thematik informiert werden. In einem ersten Schritt werden Trauma und seine Auswirkungen dargestellt, um anschließend sexualisierte Gewalt als traumatisches Ereignis mit seinen Folgen zu betrachten. Hieran werden Handlungsaufträge für die Soziale Arbeit geknüpft und abschließend mögliche Konsequenzen für deren Fachkräfte benannt.

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_pdf-klVor dem Hintergrund des Zustandekommens unterschiedlicher Vertragsverhältnisse in hochpreisigen, gewerblichen Kindertageseinrichtungen auf der einen und gemeinnützigen Einrichtungen auf der anderen Seite, steht im Mittelpunkt des Beitrags von Marius Mader die Frage, ob und inwiefern sich systematische Differenzen entlang dieser unterschiedlichen Angebotsstruktur in der Beziehungsausgestaltung und in Selbstpositionierungen aus der Perspektive von Eltern nachvollziehen lassen.

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